„Meine Arbeit“

Hallo,

da meine Hauptaufgabe in meinem Freiwilligenjahr mein Projekt, also genauer gesagt meine Arbeitsstelle ist, möchte ich euch heute ein bisschen darüber erzählen.

Meine Einrichtung besteht aus fünf Gruppen, von ganz kleinen Baby’s bis hin zu den Jugendlichen. Ich arbeite gemeinsam mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen mit den ältesten Kindern des Hauses zusammen.

Arbeitsbeginn ist bei mir um 12 Uhr, dann bleibt uns ungefähr noch eine Stunde Zeit, bis die ersten Kinder von der Schule kommen. Anfangs habe ich die Zeit genutzt und bin alle Spanischbücher durchgegangen, die ich zur Hand hatte. Zwischendurch habe ich mir immer wieder ein Buch mitgenommen, mittlerweile sogar eins auf spanisch 😉 In den letzten Wochen hatten wir jedoch viele Vorbereitungen zu treffen, also habe ich schon morgens angefangen mich an die Arbeit zu machen. Um 13 Uhr esse ich dann gemeinsam mit einer Tia und den bis dahin anwesenden Kindern, dass sind ungefähr 2-3 Kinder. Danach isst meine andere Kollegin mit dem nächsten Schwung von Kindern und ich beaufsichtige die spielenden Kinder auf dem Hof. Teilweise spiele ich dann mit den Jungs Fußball oder schaue mir die einstudierten Tänze der Mädchen an. Zwischen drei und vier Uhr werden dann verschiedene Angebote gemacht, zum Beispiel wird eine Konversation über ein bestimmtes Thema gehalten, es gibt Bastel- oder Malaufgaben, wir studieren ein Lied/Tanz ein oder wir machen gemeinsam Hausaufgaben. Ungefähr um fünf Uhr gibt es dann „once“, hierbei bekommen die Kinder eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken, meistens sind es Kekse mit Saft oder Milch. Danach werden die Kinder alle nach und nach von ihren Eltern abgeholt.

Bisher haben wir schon viele Unternehmungen zusammen erlebt, zum einen finden viele Märsche statt, für den Frieden und die Kinderrechte außerdem ist „Violeta Parra“ eine wichtige Person in Chile, sie war eine chilenische Musikerin. Zu ihren Liedern haben wir mit den Kindern eines gesanglich einstudiert und zu einem anderen einen Tanz eingeübt, diese Stücke haben die Kinder schon mehrmals aufgeführt.

Außerdem bin ich dafür zuständig unseren Aufenthaltsbereich schön zu gestalten. Für den Frühling eigneten sich zum Beispiel ganz viele Blumen und Schmetterlinge, für Weihnachten werden dann Sterne gebastelt.

Unter anderem beschäftigen wir uns auch immer wieder mit der Gestaltung von Bäumen auf einem Webrahmen. Diese Bäume werden aus Wolle gestalten und zusammen geknotet. In unserer Gruppe wird viel Wolle verarbeitet, für Weihnachten machen wir die Puppen für die Weihnachtskrippe daraus. Diese Woche sind wir den bestehenden Plan für Dezember durchgegangen und ich habe erfahren, dass im Personal jedes Jahr gewichtelt wird, hier wird es als Spiel bezeichnet und heißt „amigo secreto“ – „geheimer Freund“. Zudem steht ein Weihnachtsfrühstück und ein Fest mit den Kindern an, dieses findet am 22. Dezember statt. Meine spezielle Aufgabe ist, dass einstudieren eines deutschen Weihnachtsliedes, damit habe ich diese Woche angefangen.

Ja gut ich wollte euch eigentlich einige Fakten über meine Arbeitsstelle vorlegen, jedoch ist es einfacher von meiner Zeit in dem Projekt zu erzählen also dann eben so!! 😉

Liebe Grüße,

Eure Laura!

 

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„Erlebnisse“

Hallo meine Lieben,

meine letzten drei Wochen waren sehr erlebnissreich.

Zuerst war ich mit zwei meiner Amigas über das lange Wochenende in Santiago. Dort stand am Samstag ein großes Asado mit der Familie an. Mein Lieblingsgericht dabei ist „Choripan“, es ist eine rote Wurst in einem Brötchen, ganz einfach aber sehr lecker!! Am Sonntag haben wir dann an einer Touristenführung durch Santiago teilgenommen, wobei uns tolle Ecken der Stadt gezeigt wurden. An unserem Abfahrtstag haben wir vorher die Zeit genutzt, um uns die Mall anzuschauen, zum shoppen bleibt aber leider keine Zeit 😦

In der Arbeit gab es viel vorzubereiten und zu planen. Zum einen stand der „Marcha por la paz“ an, übersetzt ist es der „Marsch für den Frieden“. Im Vorraus wurde vieles gebastelt und hergerichtet. Hierbei haben sich viele unserer Kinder verkleidet und freudig mitgejubelt.

Außerdem fand in meiner Einrichtung eine Feier für die Großeltern aller Kinder statt. Dafür haben wir auch reichlich geprobt! Die Kinder haben einen Blumentanz von Violetta Parra auf die Beine gestellt und ein anderes Lied von ihr gesungen, da dieses Jahr auch ihr hundertster Geburtstag war. Das Ergebnis war sehr beeindruckend und berührend.

Das Wochenende daraug war ich wieder mal auf ein Familienfest eingeladen, diesmal aber in Concepción! Jedes mal lerne ich ein Stück mehr meiner Familie kennen, was mich sehr freut und begeistert! In Deutschland fällt einem garnicht auf, dass man so viel Verwandschaft hat 😉

Sie haben sich zudem auch noch Gedanken gemacht, was ich denn hier in meinem Zuhause gebrauchen könnte und ihnen ist die richtige Sache eingefallen .. zum Schluss bin ich mit fünf Tüten voller Lebensmittel nach hause gefahren!!

Leider bleiben die Krankheiten nun mal nicht aus, deshalb muss ich gestehen, dass ich Besuch von Flöhen hatte 😦 Jedoch habe ich sie mit einer heißen Wäsche verwöhnen können!

Mein letztes Wochenende war sehr vollgepackt. Da der Freitag ein Feiertag war, haben wir uns viele schöne Sachen vorgenommen. Donnerstag Abend fand der zweite deutsche Stammtisch statt. Dieser wird zusätzlich zum Tandemprogramm angeboten. Hierbei können alle Leute aus Concepción kommen, die sich gerne im deutschsprachigen Ambiente aufhalten und neue Leute kennenlernen möchten. Zudem haben wir alle auch eine/n „Tandempartner“ (Nein das ist leider keine Perosn, mit der man sich ein Tandemfahrrad teilen kann 😉 ). In meinem Fall ist es ein Chilene, welcher gerade Deutsch lernt und ein bisschen üben möchte. Dazu treffen wir uns dann in einem Café, einer Bar oder an einem anderen Ort, an dem man sich abwechselnd auf Spanisch und Deutsch unterhalten kann.

Am Freitag haben wir uns dann dazu entschlossen, eine dreiviertel Stunde in Richtung „Lenga“ zu fahren, um uns am Strand ein OpenAir Konzert anzusehen. Am Abend war ich dann das erste mal in Chile in einer Disco, diese heißt „la otra esquina“ und es war sehr lustig. Vor allem hat es riesigen Spaß gemacht, stundenlang einfach nur zu tanzen!

Nun steht Halloween vor der Tür, da wir selbst nicht an fremden Häusern klopfen und nach „süßem oder saurem“ fragen können, verbringen wir den gruseligen Abend zuhause. Da am Mittwoch aber wieder ein Feiertag vor der Tür steht und wir nicht vollkommen von den Traditionen abweichen möchten, kochen wir gemeinsam eine Kürbissuppe 🙂

Ich freue mich drauf!

Hasta pronto!!!

 

 

 

„Fiestas“

 

Halli Hallo,

hier bin ich nun wieder nach den vielen Fiestas.

Bevor ich euch aber davon erzähle, wollte ich noch erwähnen, dass wir am Wochenende zuvor in Tomé am Strand waren. Leider war der Wind ziemlich kalt und bewölkt war es auch, trotzdem haben wir dort einen schönen Tag verbracht. Mit Muscheln sammeln, auf Felsen klettern, Seelöwen betrachten, natürlich ein paar Bilder machen und einfach nur am Atrand entlang schländern. Zum krönenden Abschluss gab es dann „Completos“ zu essen, dass sind HotDog’s mit Avocado und Mayo.

In den letzten zwei Wochen haben wir viel gefeiert, so wie es mir auch vorher gesagt wurde!

Vom 11.9.-14.9. wurde in meiner Einrichtung vieles geboten. Darunter eine Show mit Clown’s und Artisten, typische chilenische Gerichte, wo ich bei der Herstellung von gefühlt 1000 „Pajaritos“ voll mitgeholfen habe. Dies ist ein eingerollter Teig mit Zuckerschaum und Streuseln zur Verzierung. Außerdem gab es einen Tag der Tänze, an dem ein Tanz aus Peru, Flamenco, mein einstudierter Gardetanz und natürlich der chilenische Volkstanz „Cueca“ aufgeführt wurden.

Am Samstag den 16.9. bin ich dann mit einem Teil der Familie nach Pucón aufgebrochen, wo wir in einem schönen Apartment mit drei Schlafzimmern, drei Nächte verbringen konnten. Da Pucón am „Lago Villarrica“ liegt, gab es natürlich viele schöne Strände zu besuchen. Außerdem gibt es eine sehr schöne Innenstadt, mit vielen Cafés und Touristenattraktionsmöglichkeiten.

An einem der Urlaubstage waren wir auf einem „Asado“, dies ist ein großes Grillfest mit der Familie. Dort gab es für mich auch meinen ersten „Terremoto“, welcher ein typischer chilenischer Drink ist. War aber nicht ganz mein Geschmack, es ist nun mal vieles zu süß hier 😉

Zurück in Concepción geht die Arbeit wieder los, jedoch nur für drei Tage, da das Wochenende gleich wieder vor der Tür steht.

An diesem „fin de semana“ (Wochenende) haben wir eine Wanderung durch das „Reserva Nacional Nonguén“ gemacht. Der Aufstieg zum Aussichtspunkt war schwer, jedoch hat es sich gelohnt und unterwegs waren viele schöne Zonen und Lebewesen zu entdecken! Ich bin sogar einer Elfe begegnet! 😉 Leider hat mich der Muskelkater trotz allem gequält.

Die nächsten Wochen ist noch nichts besonderes geplant. Jedoch haben wir auch ohne große Planung immer was zu tun. Abgesehen vom putzen, Wäsche waschen und kochen sind wir auch immer auf der Suche nach neuen süßen Cafés 🙂

Liebe Grüße,

Eure Laurita

„In Chile angekommen“

Hola!

Nach gut 3 Wochen melde ich mich jetzt zum ersten mal aus meiner neuen Heimat, aus Concepción in Chile. Seitdem ich hier bin, konnte ich viele verschiedene und neue Eindrücke erfahren.

Ich fange mal am Anfang an…

Nachdem wir in Santiago, der Hauptstadt Chiles, gelandet sind, haben wir drei Tage dort verbracht, um den ganzen Papierkram zu erledigen. Übernachten konnten wir in einer Art Jugendherberge, wo auch unsere Seminare im Garten (in der Sonne) durchgeführt wurden. Mit dem Bus ging es dann für mich und fünf weitere Freiwillige nach Concepción. Am Busbahnhof wurden wir im Dunkeln abgeholt und zu unseren Wohnungen gefahren. Glücklicherweise kamen wir am Wochenende an, so dass wir uns noch einrichten und uns die Stadt ein bisschen anschauen bzw. einkaufen konnten.

Am Montag ging es dann los mit der Arbeit, an diesem Tag war ich im Kindergarten, wo die Kinder 3-4 Jahre alt sind. Dies war jedoch bis jetzt mein einziger Tag bei den kleinen Kindern. Seit dem bin ich im Hort tätig und arbeite mit Kindern von 5-17 Jahren. Ich wurde lieb von meinen zwei Kolleginnen und meinem Kollegen empfangen und sie machen viele Scherze mit mir, welche ich nicht immer ganz verstehen kann, da es mit der Sprache anfangs nicht ganz so einfach war. Jedoch merke ich, dass ich immer mehr verstehe und ich auch verstanden werde, wenn ich etwas sagen möchte. Wenn ich in der Arbeit ankomme, habe ich meistens Zeit, meine Vokabeln zu lernen und mir Notizen zu machen, da um 12 Uhr noch keine Kinder anwesend sind. Wenn sie dann eintreffen, spiele ich mit ihnen meistens Fußball und übernehme so die Aufsicht.

In der letzten Woche wurde unsere „Sala“ für den „diez y ocho“ oder auch „Fiestas Patrias“ genannt, geschmückt. Dieser ist am 18. September und es wird dabei die Unabhängigkeit Chiles gefeiert, jedoch nicht nur einen Tag, sondern die gesamte Woche. Es stehen viele verschiedene Aktivitäten auf dem Programm, zudem auch ein Gardetanz von den Kindern, welchen ich mit ihnen einstudiert habe. 😉 Über die eigentlichen Feiertage werde ich mit einer Großcousine und ihrer Familie nach Pucon fahren und dort „Fiesta“ feiern.

In meiner Wohnung fühle ich mich ganz wohl und ich verstehe mich mit meiner Mitbewohnerin auch sehr gut! Da es in Chile gerade noch Winter ist, frieren wir beide teilweise sehr in unserer Wohnung, aber die Wärmflaschen helfen uns ganz gut weiter. In diesen drei Wochen ist mir aufgefallen, dass ich nicht all zu gut kochen kann 🙂 aber das ändert sich hoffentlich im Laufe des Jahres!

Das war es jetzt erst einmal mit meinen ersten Eintrag und ich melde mich bald wieder bei euch!

Eure Laura

 

„Bald geht’s los“

Nachdem ich jetzt meine Urkunde erhalten habe worauf geschrieben steht „Staatlich geprüfte Kinderpflegerin“ 🙂 gönne ich mir noch ein paar freie Tage, in denen auch meine Abschiedsfeier stattfindet.
Vom 31.07 – 08.08.2017 reise ich nach Berlin, wo das Vorbereitungsseminar für meinen Freiwilligendienst beim Verein Junger Freiwilliger abläuft. Dort werde ich noch mit vielen wichtigen Informationen gefüttert.
Danach verbringe ich noch eine Woche Zuhause, bevor ich von München über Amsterdam und Buenos Aires nach Santiago de Chile aufbreche. Vor Ort werden wir noch ein paar Tage mit unserer Mentorin verbringen und uns akklimatisieren.
Arbeitsbeginn in Concepciòn ist voraussichtlich der 21. August. Sobald ich mich dort eingefunden habe, melde ich mich wieder bei euch.
Liebe Grüße, Laura